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Tag 04

Reynisfjara & Jökulsárlón

Ganz weit in den Osten

Obwohl es noch dunkel war, sahen wir auf dem Weg zu unserem ersten Ziel aus der Ferne schon den beleuchteten Seljalandsfoss. Wir fuhren nochmal dahin und schossen ein paar Fotos im Dunkeln.

Danach setzten wir unsere Fahrt entlang der Südküste fort. Unser erstes richtiges Ziel an diesem Tag waren die schwarzen Strände von Vík í Mýrdal. Tiefschwarzer Sand erstreckt sich hier entlang des Meeres, während kräftige Wellen des Atlantiks unaufhörlich an den Strand schwappen. Aber es ist auch gefährlich dort. Denn sogenannte Sneaker Waves tauchen oft plötzlich auf und sind viel größer und mächtiger, als man erwartet. Sie überfluten mit großer Wucht den Strand und reißen Menschen dabei ins Meer.

Unmittelbar vor der Küste ragen meterhohe Basalt-Felsnadeln aus dem Meer. Sie werden Reynisdrangar genannt.

Reynisfjara – EINE ISLÄNDISCHE LEGENDE

In alten Erzählungen aus Island findet sich die Legende, dass es sich bei den Basaltsäulen „Reynisfjara” eigentlich um Trolle handelt. Diese haben einen Dreimaster auf hoher See gesichtet und wollten die Beute für sich beanspruchen. Durch einen Sturm, brauchten sie aber länger, als gedacht und wurden plötzlich vom Sonnenaufgang überrascht. Als die Sonnenstrahlen die Trolle trafen, erstarrten sie zu Stein.

Auch heute noch glauben die Isländer, dass man ihr Jammern und Wehklagen noch hören kann, wenn man an den Klippen steht.

Edit: Kurz nach unserer Heimkehr haben massive Meeresströmungen und heftige Ostwinde die Landschaft rund um Reynisfjara komplett verändert. Der schwarze Lavasand wurde weg-gespült und vom Meer verschluckt.

Die Basaltsäulen am ehemaligen Strand, sind der Brandung nun schutzlos ausgeliefert.

Weiter in den Osten

Anschließend führte unser Weg weiter in den Osten. Vorbei an unwirklichen Lava-Landschaften. „Der Boden ist Lava!” Hier war das wirklich so! An einem wunderschönen, blauen Bach machten wir einen kleinen Stopp. Es war eiskalt und mir froren die Finger beim Fotografieren. Bei der Weiterfahrt sahen wir in der Ferne einen Sandsturm aufziehen und fuhren direkt hinein. Erst strahlender Sonnenschein und dann mitten im Sturm. Das war auch ein Erlebnis!

Ganz viel Eis: Jökulsárlón

Kleine und große Eisberge treiben im See und dahinter erhebt sich der Gletscher, während am Strand das Eis wie Diamanten funkelt.

Der Strand bei der Gletscherlagune Jökulsárlón heißt „Diamond Beach”. Diesen Namen hat er verdient! Denn überall schimmert, blitzt und glänzt es. Ganz so, als würden tausende Diamanten dort im schwarzen Sand liegen.

Über den Diamond Beach wussten wir schon Bescheid, als wir unsere Reise nach Island antraten. Und es war klar, dass wir uns das unbedingt anschauen mussten! Es war einfach überwältigend!

Aber auch die Gletscherlagune mit den riesigen Eisbergen macht einfach nur sprachlos. Wir hatten den schönsten Sonnenschein, was das Erlebnis komplett machte.

Die Fahrt zurück

Und wieder Polarlichter

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